Ein Raumbuch ist die tabellarische Liste aller Räume eines Objekts mit ihren Eigenschaften: Fläche, Maße, Bodenbelag, Raumhöhe, Wandfläche sowie Anzahl und Breite von Fenstern und Türen. In der Vermarktung ist es das Dokument, mit dem Sie alle Fragen beantworten, die nach der Besichtigung kommen — ohne noch einmal hinzufahren.
Der häufigste Einsatz sind Handwerkerangebote. Ein Maler rechnet mit der Wandfläche, nicht mit der Bodenfläche; ein Bodenleger braucht Quadratmeter je Raum und den vorhandenen Belag. Wer diese Zahlen mitliefert, bekommt belastbare Angebote statt Hausnummern — und der Kaufinteressent kann seine Renovierungskosten abschätzen, bevor er sich entscheidet. Genau diese Unsicherheit bremst sonst viele Abschlüsse.
Auch bei der Übergabe hilft die Liste: Sie ist die Grundlage für das Protokoll, für Zählerstände je Raum, für Schlüsselzahlen und für die Dokumentation des Zustands. Bei vermieteten Objekten dient sie als Anlage zum Mietvertrag, wenn Ausstattung je Raum festgehalten werden soll.
Die gute Nachricht: Wenn der Grundriss ohnehin gezeichnet ist, fällt das Raumbuch nebenbei ab. Wandfläche ist die umlaufende Wand mal Raumhöhe, abzüglich Türen und Fenster — alles Angaben, die bereits in der Zeichnung stecken. Im Grundriss-Editor exportieren Sie die Liste als Tabelle und rechnen in Excel weiter.
Bildschirmaufnahme: das Raumbuch über alle Etagen — als Tabelle für Angebote, Renovierung und Übergabe.