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Grundrisse

Wie wird aus einer Bauzeichnung ein ansehnlicher Grundriss?

Indem alles wegfällt, was für den Bau gedacht war: Bemaßungsketten, Schnittlinien, Achsraster, Schraffuren, Symbollegenden, Planköpfe und Stempel. Übrig bleiben Wände, Türen, Fenster, Raumnamen und Quadratmeter — und genau das ist der Grundriss, der ins Exposé gehört.

Danach kommt die Lesbarkeit. Ein guter Exposé-Grundriss hat kräftige Wandlinien, gut lesbare Raumbeschriftungen in einheitlicher Schrift, eine Nordpfeil-Angabe und eine ruhige Farbgebung — oft genügt Grau für Wände, ein heller Ton für die Fläche und Ihre Hausfarbe für Akzente. Ein Maßstabsbalken hilft mehr als eine Maßstabsangabe wie 1:100, die auf dem Telefon ohnehin nicht stimmt.

Bei mehreren Ebenen gehört jede auf ein eigenes Bild, in derselben Ausrichtung und mit derselben Beschriftung. Erdgeschoss und Obergeschoss übereinander auf einem Blatt zu quetschen, macht beide unlesbar.

Praktisch ist die Ausgangslage selten eine saubere CAD-Datei, sondern ein Scan, eine Kopie aus der Bauakte oder ein Handyfoto vom Plan an der Wand. Das ist kein Hindernis — entscheidend ist, dass Raumaufteilung und Maße erkennbar sind. Daraus lässt sich ein neuer, sauberer Plan zeichnen.

Faustregel Im Exposé-Grundriss gehört nur, was ein Laie braucht: Wände, Türen, Fenster, Raumnamen, Quadratmeter, Norden.