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Exposé-Texte, die gelesen werden

Der Text entscheidet, ob aus einem Klick eine Anfrage wird. Neun Fragen zu Aufbau, Länge, Rechtspflichten und Formulierung.

Was gehört in ein Immobilienexposé?

In ein vollständiges Exposé gehören: aussagekräftige Bilder mit Titelbild, Grundriss, die Eckdaten (Wohnfläche, Zimmer, Baujahr, Grundstück, Bezugstermin), die Pflichtangaben aus dem Energieausweis, eine Objektbeschreibung, eine Lagebeschreibung, der Preis samt Nebenkosten und Provision sowie Ihre Kontaktdaten. Alles andere ist Zugabe.

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Wie schreibe ich eine gute Objektbeschreibung?

Führen Sie den Leser durch die Immobilie, so wie Sie ihn bei einer Besichtigung führen würden: Eingang, Wohnbereich, Küche, Schlafräume, Bad, Nebenräume, Außenbereich. Jeder Raum bekommt einen Satz, der seine Größe, sein Licht und seine Nutzung beschreibt. Das ist der ganze Aufbau.

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Wie schreibe ich eine Lagebeschreibung, die nicht nach Wikipedia klingt?

Beschreiben Sie den Alltag im Umkreis von zehn Gehminuten, nicht die Geschichte der Stadt. Was ist zu Fuß erreichbar, wie kommt man zur Arbeit, wo kaufen die Leute ein, wohin gehen die Kinder zur Schule, wo ist es abends ruhig. Das ist die Lagebeschreibung, die jemand wirklich braucht.

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Welche Pflichtangaben muss ein Immobilieninserat enthalten?

Liegt bei Veröffentlichung einer Immobilienanzeige in kommerziellen Medien ein Energieausweis vor, muss die Anzeige dessen Pflichtangaben enthalten. Bei Wohngebäuden sind das fünf: die Art des Ausweises (Bedarfs- oder Verbrauchsausweis), der im Ausweis genannte Wert des Endenergiebedarfs oder Endenergieverbrauchs, die im Ausweis genannten wesentlichen Energieträger für die Heizung, das im Ausweis genannte Baujahr und die Energieeffizienzklasse.

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Wie lang sollte eine Objektbeschreibung sein?

Als Orientierung: 1.500 bis 2.500 Zeichen für die Objektbeschreibung und 800 bis 1.500 Zeichen für die Lagebeschreibung. Das sind etwa drei bis fünf Absätze — lang genug, um alle Räume und den Zustand zu erfassen, kurz genug, dass jemand auf dem Telefon nicht abbricht.

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Welche Formulierungen schrecken Käufer ab?

Drei Gruppen: leere Superlative, verschleiernde Umschreibungen und Druckformeln. „Traumhaft“, „einmalige Gelegenheit“ und „Juwel“ sagen nichts über die Immobilie. „Mit Potenzial“, „handwerkliches Geschick erwünscht“ und „gemütlich geschnitten“ werden von vielen als Code für Sanierungsstau und kleine Räume gelesen. Und „Nur solange der Vorrat reicht“ macht aus einem Zuhause ein Sonderangebot.

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Darf ich Texte von der KI schreiben lassen?

Ja. Für Exposé-Texte gibt es keine gesonderte Pflicht, den KI-Einsatz anzugeben. Rein maschinell erzeugte Texte genießen in aller Regel selbst keinen Urheberrechtsschutz — das heißt aber nicht, dass ihre Nutzung frei von Rechten Dritter wäre: Eine Ausgabe kann geschützte fremde Formulierungen übernehmen. Ein Blick auf auffällig geschliffene Passagen und die Nutzungsbedingungen des Anbieters gehört deshalb dazu.

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Wie passe ich den Ton an die Zielgruppe an?

Entscheiden Sie zuerst, wer kauft, und schreiben Sie dann für diese Person. Für Familien schreiben Sie über Alltag und Sicherheit, für Kapitalanleger über Zahlen und Zustand, für Erstkäufer erklärend, für Käufer im oberen Preissegment knapp und zurückhaltend. Derselbe Text für alle erreicht niemanden richtig.

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Wie beschreibe ich eine Immobilie mit Mängeln ehrlich und trotzdem attraktiv?

Benennen Sie den Mangel, ordnen Sie ihn ein und stellen Sie ihn in den Zusammenhang des Preises. „Das Bad stammt aus den Achtzigern und sollte erneuert werden; im Kaufpreis ist das berücksichtigt“ ist ein Satz, der Vertrauen schafft, Anfragen filtert und die Verhandlung vorwegnimmt.

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