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Exposé und Texte

Wie schreibe ich eine gute Objektbeschreibung?

Führen Sie den Leser durch die Immobilie, so wie Sie ihn bei einer Besichtigung führen würden: Eingang, Wohnbereich, Küche, Schlafräume, Bad, Nebenräume, Außenbereich. Jeder Raum bekommt einen Satz, der seine Größe, sein Licht und seine Nutzung beschreibt. Das ist der ganze Aufbau.

Schreiben Sie konkret statt schmückend. „Großzügiger Wohnbereich“ sagt nichts; „32 Quadratmeter Wohnraum mit bodentiefen Fenstern nach Süden“ beantwortet drei Fragen auf einmal. Zahlen, Himmelsrichtungen, Materialien und Baujahre sind die Substanz eines guten Textes — Adjektive sind es nicht.

Ordnen Sie die Reihenfolge nach Stärke. Der erste Absatz gehört dem, was diese Immobilie von den anderen im Portal unterscheidet: der Blick, der Altbaucharme, der Schnitt, das Grundstück, die Sanierung von 2023. Wenn der erste Absatz austauschbar ist, liest kaum jemand den zweiten.

Und schreiben Sie den Zustand hinein, nicht nur die Ausstattung. Welche Fenster von wann, welche Heizung, welches Dach, was wurde erneuert und was steht in den nächsten Jahren an. Das wirkt unromantisch, zieht aber genau die Interessenten an, die rechnen können — und das sind die, die kaufen.

Faustregel Streichen Sie testweise jedes Adjektiv. Was dann übrig bleibt, ist Ihr eigentlicher Text — und meistens ist er besser.