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Exposé und Texte

Darf ich Texte von der KI schreiben lassen?

Ja. Für Exposé-Texte gibt es keine gesonderte Pflicht, den KI-Einsatz anzugeben. Rein maschinell erzeugte Texte genießen in aller Regel selbst keinen Urheberrechtsschutz — das heißt aber nicht, dass ihre Nutzung frei von Rechten Dritter wäre: Eine Ausgabe kann geschützte fremde Formulierungen übernehmen. Ein Blick auf auffällig geschliffene Passagen und die Nutzungsbedingungen des Anbieters gehört deshalb dazu.

Die eigentliche Arbeit liegt woanders. Ein Sprachmodell kennt Ihre Immobilie nicht; es formuliert aus dem, was Sie eingeben. Fehlt eine Angabe, wird sie plausibel ergänzt — und plausibel ist nicht wahr. Typische stille Erfindungen sind Baujahre, Heizungsarten, Entfernungen, Schulen im Umkreis und Sanierungsjahre. Jede Zahl im fertigen Text gehört gegengeprüft.

Sinnvoll ist KI dort, wo es um Form geht, nicht um Fakten: Rohnotizen in ganze Sätze bringen, denselben Text für zwei Zielgruppen umschreiben, eine zu lange Beschreibung auf Portallänge kürzen, den Ton von sachlich auf warm drehen. Das sind Aufgaben, bei denen die Maschine gut ist und wenig falsch machen kann.

Was Sie vermeiden sollten: den Text ungelesen übernehmen. Erkennbar generierte Exposés mit immer gleicher Satzmelodie fallen inzwischen auch Laien auf, und sie wirken wie das Gegenteil von persönlicher Betreuung. Zwei Minuten Nacharbeit machen aus einem generierten einen eigenen Text.

Faustregel Die Maschine darf formulieren, nicht recherchieren. Jede Zahl im Text muss aus Ihren Unterlagen stammen.