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Exposé und Texte

Wie beschreibe ich eine Immobilie mit Mängeln ehrlich und trotzdem attraktiv?

Benennen Sie den Mangel, ordnen Sie ihn ein und stellen Sie ihn in den Zusammenhang des Preises. „Das Bad stammt aus den Achtzigern und sollte erneuert werden; im Kaufpreis ist das berücksichtigt“ ist ein Satz, der Vertrauen schafft, Anfragen filtert und die Verhandlung vorwegnimmt.

Viele Mängel fallen bei der Besichtigung ohnehin auf — verdeckte Mängel dagegen nicht: Feuchtigkeit hinter Verkleidungen, Schadstoffe, Leitungsprobleme, Beeinträchtigungen, die nur zeitweise auftreten. Gerade solche bekannten, aber nicht erkennbaren Umstände müssen Sie aktiv offenlegen. Wer einen bekannten wesentlichen Mangel arglistig verschweigt, kann sich später nicht auf einen vertraglichen Gewährleistungsausschluss berufen.

Was hilft, ist Kontext. Nennen Sie, was bereits erneuert wurde, und stellen Sie den offenen Punkt daneben: „Dach 2019 neu, Fenster 2021 getauscht, Elektrik steht an.“ So entsteht das Bild eines gepflegten Hauses mit einer offenen Position statt eines Sanierungsfalls. Wenn Sie eine belastbare Kostenschätzung haben, nennen Sie eine Spanne.

Und wählen Sie die richtige Zielgruppe. Ein Objekt mit Sanierungsbedarf ist für Käufer mit Eigenleistung, für Handwerker, für Anleger mit Modernisierungsplan attraktiv — nicht für die Familie, die sofort einziehen will. Wenn Sie den Text auf diese Gruppe ausrichten, wird aus dem Mangel ein Suchkriterium.