In ein vollständiges Exposé gehören: aussagekräftige Bilder mit Titelbild, Grundriss, die Eckdaten (Wohnfläche, Zimmer, Baujahr, Grundstück, Bezugstermin), die Pflichtangaben aus dem Energieausweis, eine Objektbeschreibung, eine Lagebeschreibung, der Preis samt Nebenkosten und Provision sowie Ihre Kontaktdaten. Alles andere ist Zugabe.
Die Reihenfolge folgt der Art, wie gelesen wird: zuerst Bild, dann Eckdaten, dann Text. Wer die Objektbeschreibung an den Anfang stellt, verliert die Leser, die nur wissen wollen, ob Fläche und Preis überhaupt passen. Stellen Sie die harten Zahlen deshalb nach oben und die Erzählung dahinter.
Zwei Abschnitte werden regelmäßig vergessen und sind genau die, nach denen Interessenten fragen: der Zustand — was wurde wann saniert, was steht an — und die laufenden Kosten: Hausgeld, Instandhaltungsrücklage, Grundsteuer, bei vermieteten Objekten die Miete. Wer sie ins Exposé schreibt, filtert Anfragen vor, statt sie zwanzig Mal am Telefon zu beantworten.
Nicht ins Exposé gehören Angaben, die Sie nicht belegen können. „Ruhige Lage“ ist eine Einschätzung, „5 Minuten zur S-Bahn“ ist eine Behauptung, die sich nachmessen lässt. Wenn es zwölf Minuten sind, haben Sie bei der Besichtigung ein Problem.