Eine Belichtungsreihe sind mehrere Aufnahmen desselben Motivs mit unterschiedlicher Helligkeit — typisch drei bis fünf, von deutlich zu dunkel bis deutlich zu hell. Zusammengerechnet ergibt das ein Bild, in dem sowohl der Raum als auch der Ausblick aus dem Fenster richtig belichtet sind. Sie brauchen sie immer dann, wenn Fenster im Bild sind, also bei fast jeder Innenaufnahme.
Technisch entscheidend ist, dass sich zwischen den Aufnahmen nichts bewegt. Deshalb gehört ein Stativ dazu und ein Auslöser mit Verzögerung. Die meisten Kameras haben dafür eine Automatik, oft „Bracketing“ oder „AEB“ genannt; Smartphones nehmen im HDR-Modus eine vereinfachte Variante davon auf und rechnen sie sofort zusammen.
Der Unterschied zwischen dem automatischen HDR eines Telefons und einer richtigen Reihe liegt im Ergebnis: Die Automatik entscheidet selbst, wie stark sie ausgleicht, und übertreibt gern — Räume bekommen dann diesen grauen, flachen Look mit dunklen Rändern um die Fenster. Aus einer selbst aufgenommenen Reihe lässt sich das Ergebnis dagegen steuern.
Für den Alltag gilt: Ist das Wetter draußen gleichmäßig bewölkt und der Raum hell, reicht eine gut belichtete Einzelaufnahme. Scheint die Sonne ins Fenster oder ist der Raum tief und dunkel, ist die Reihe der Unterschied zwischen einem brauchbaren und einem guten Bild.