Innenaufnahmen werden dunkel, weil die Kamera auf das Fenster belichtet. Fenster sind um ein Vielfaches heller als der Raum; misst die Automatik über das ganze Bild, zieht sie die Belichtung herunter und der Raum säuft ab. Das Problem ist nicht die Lampe im Zimmer, sondern der Helligkeitsunterschied.
Der einfachste Weg dagegen: Belichtung von Hand auf eine dunkle Wandfläche setzen. Bei jedem Smartphone genügt ein Tipp auf die Stelle im Bild; der Regler daneben hebt die Helligkeit zusätzlich an. Das Fenster wird dabei weiß — das nimmt jeder Betrachter hin, einen dunklen Raum nicht.
Der bessere Weg ist eine Belichtungsreihe: mehrere Aufnahmen mit unterschiedlicher Helligkeit vom Stativ, später zu einem Bild zusammengerechnet. Dann bleibt der Raum hell und draußen sieht man trotzdem den Garten. Das ist der Standard, den Immobilienfotografen liefern.
Wenn die Aufnahme schon gemacht ist und ein zweiter Termin zu aufwendig wäre, lässt sich viel nachträglich retten: Schatten aufhellen, Farbstich der Glühlampen neutralisieren, den Fensterausblick zurückholen. Das ersetzt keine saubere Aufnahme, rettet aber ein Bild, das sonst niemand anklickt.


Links die Originalaufnahme, rechts dieselbe Aufnahme mit aufgehellten Schatten. Möbel, Schnitt und Zustand des Raums sind unverändert.