Nehmen Sie das Bild, das die stärkste Eigenschaft der Immobilie zeigt — und zwar das, was ein Käufer nicht ändern kann. Lage, Ausblick, Grundstück, Fassade, Lichteinfall. Alles, was sich renovieren lässt, ist ein schwaches Titelbild.
Bei einem Einfamilienhaus ist das meist die Außenansicht aus der Diagonalen, bei gutem Licht, mit etwas Grün im Vordergrund. Bei einer Eigentumswohnung selten die Fassade des Mehrfamilienhauses, sondern der hellste Wohnraum oder der Balkon mit Blick. Bei einer Dachgeschosswohnung die Schräge mit Fenster, weil genau das den Charakter ausmacht.
Drei Dinge schwächen ein Titelbild: ein leerer Raum, in dem man nicht erkennt, wie groß er ist; ein Bild mit stürzenden Linien; ein Bild mit Autos, Mülltonnen oder Baustelle im Vordergrund. Das erste löst keine Vorstellung aus, die beiden anderen wirken unprofessionell, bevor irgendjemand den Text gelesen hat.
Testen Sie das Titelbild in der Größe, in der es wirklich erscheint. Die Trefferliste eines Portals zeigt es daumennagelgroß auf einem Telefon. Was dort nicht in einer Sekunde erkennbar ist — heller Raum, schönes Haus, Blick ins Grüne —, funktioniert als Titelbild selten, egal wie gut es in groß aussieht.


Ein Titelbild lebt von Licht und Freiraum. Links die Originalaufnahme, rechts dieselbe Aufnahme heller und farblich neutral, ohne Störer im Vordergrund.