Es ändert nichts an der Immobilie. Wer mit einem eingerichteten Bild Interessenten zur Besichtigung bringt und dort einen dunklen, sanierungsbedürftigen Raum vorfindet, hat das Problem nur verschoben — und Vertrauen verbraucht. Staging verkauft nicht, es sorgt dafür, dass ein gutes Objekt überhaupt angesehen wird.
Technisch stößt es dort an Grenzen, wo das Ausgangsbild zu wenig hergibt: sehr dunkle Aufnahmen ohne Zeichnung in den Schatten, extreme Weitwinkelverzerrung, unscharfe oder verwackelte Bilder, stark verstellte Räume, in denen Boden und Wand kaum sichtbar sind. Aus einem schlechten Foto wird kein gutes, es wird nur ein möbliertes schlechtes Foto.
Es ersetzt auch keine Preisstrategie. Wenn ein Objekt zu teuer angeboten wird, verlängert besseres Bildmaterial die Vermarktungszeit nicht, es verkürzt sie auch nicht — der Preis entscheidet. Prüfen Sie bei einem Ladenhüter zuerst die Einordnung im Markt.
Und es ersetzt die Besichtigung nicht. Gerüche, Hellhörigkeit, Straßenlärm, das Treppenhaus, der Nachbar — nichts davon steht im Bild. Wer das weiß, setzt Staging als das ein, was es ist: ein Werkzeug für den ersten Eindruck.