Fotografieren Sie den Raum so, wie er ist, aber so frei wie möglich: Gardinen auf, Türen zu, Stühle an den Tisch, alles vom Boden. Danach lassen sich Möbel, Teppiche und Deko aus dem Bild entfernen und Wände, Boden und Fußleisten schließen — der Raum wirkt leer, ohne dass jemand ausräumen musste.
Das ist der häufigste Anwendungsfall überhaupt: bewohnte Wohnungen, in denen die Einrichtung so persönlich oder so alt ist, dass sie von der Immobilie ablenkt. Ein digital geräumter Raum zeigt Schnitt, Fenster und Größe — also genau das, was verkauft wird.
Gute Ausgangsbilder erleichtern die Sache erheblich. Je mehr Boden und Wand frei sichtbar sind, desto sauberer lässt sich schließen, was hinter den Möbeln liegt. Besonders schwierig sind vollgestellte Ecken, in denen Boden und Wand über zwei Meter hinweg verdeckt sind — dort muss ein Ergebnis erfunden werden, und das sieht man.
Zwei Dinge dürfen dabei nicht verschwinden: fest verbaute Ausstattung und Mängel. Ein Einbauschrank, ein Kachelofen, ein Heizkörper an ungünstiger Stelle gehören zum Objekt. Und ein Wasserfleck bleibt ein Wasserfleck, auch wenn der Schrank davor wegfällt.


Links die Originalaufnahme, rechts eine digital aufgeräumte Fassung. Fenster, Türen, Bodenbelag und Raumschnitt bleiben identisch.