Über bezahlte Anzeigen liegt ein einfacher Eigentümerkontakt in Deutschland meist im niedrigen bis mittleren zweistelligen Eurobereich; für Kontakte mit konkreter Verkaufsabsicht wird es schnell dreistellig. Bei Anfragen über die eigene Website und über Empfehlungen sind die zusätzlichen Kosten je Anfrage gering — der Kanal als Ganzes ist es nicht: Website, Inhalte, Suchmaschinenoptimierung, Software und Arbeitszeit laufen weiter, und der Aufbau dauert Monate.
Die Zahl, auf die es ankommt, ist eine andere: Was kostet ein Auftrag? Wenn aus zwanzig Kontakten ein Alleinauftrag wird und jeder Kontakt dreißig Euro gekostet hat, liegt der Auftrag bei sechshundert Euro. Gemessen an einer Provision im vier- bis fünfstelligen Bereich ist das günstig — gemessen an einem Kanal, der gar nicht konvertiert, ist jeder Euro zu viel.
Vergleichen Sie deshalb nicht Preise pro Kontakt, sondern Kanäle über einen Zeitraum — und halten Sie dabei auseinander, ob ein genannter Kontaktpreis nur das Werbebudget oder alle Kosten enthält. Notieren Sie für jede Anfrage die Quelle und was daraus wurde. Nach drei Monaten sehen Sie, welcher Kanal Aufträge bringt und welcher nur Aufwand.
Und rechnen Sie die eigene Zeit mit. Zwanzig Kontakte bedeuten zwanzig Telefonate. Wenn davon achtzehn nichts werden, ist der günstige Kanal teurer als der teure mit besser vorqualifizierten Anfragen.